Stadtwerke Gotha beteiligen sich am Thüringer Bürgermeisterdialog

Am 8. Juni fand in Erfurt der Bürgermeisterdialog zur nachhaltigen Kommunalentwicklung statt, welcher in enger Abstimmung mit dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen sowie dem Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen abgehalten wird. Die Veranstaltung bringt Entscheider aus den Thüringer Kommunen regelmäßig an einen Tisch, um den Austausch zu Themen wie nachhaltigem Handeln auf kommunaler Ebene zu fördern und damit einen Beitrag zur zukunftsfähigen Entwicklung des Freistaats zu leisten.

Auf der Tagesordnung stand beim aktuellen Treffen auch das Thema „Entwicklung Thüringens von einem Stromdurchleitungsland zu einem Stromerzeugerland“. Zu den sich daraus ergebenden Chancen und Herausforderungen für Kommunen und Stadtwerke waren der Geschäftsführer der Stadtwerke Gotha, Elmar Burgard, sowie Prof. Dieter Sell, Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) als Ansprechpartner vor Ort und suchten den Erfahrungsaustausch im Gespräch.

Im Thüringer Klimaschutzgesetz (ThürKliG), das im Entwurf vorliegt, sollen verbindliche Ziele zu Klimaschutz und Klimaanpassung in Thüringen formuliert werden, die auch an Kommunen adressiert sind. Durch die ebenfalls derzeit auszuarbeitende Integrierte Energie- und Klimaschutzstrategie (IEKS) sollen Maßnahmen aufgezeigt werden, wie die ambitionierten Ziele Thüringens erreicht werden können.

„Auf Kommunen, Stadtwerke und die TEAG als kommunales Energieunternehmen kommen erhebliche Herausforderungen zu – es ist wichtig, hier beständig im Kontakt zu bleiben, um den Anschluss nicht zu verlieren“, so Burgard.  Das sei etwa nötig, um die Chance einer hohen Wertschöpfung in Thüringen zu nutzen, statt diese an private und kommunale Investoren in anderen Bundesländern zu vergeben. Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer, dass die lokalen Akteure, angefangen vom Land Thüringen bis hin zu den Energieversorgern, noch zu wenig die Möglichkeiten nutzen, in erneuerbare Energien vor Ort zu investieren. Da seien Akteure von außen, wie die Stadtwerke Leipzig, die ENBW aber auch Investoren aus der Schweiz wesentlich aktiver.  Für die Kommunen wurde als größter Hemmschuh die Kommunalaufsicht identifiziert, die trotz vorgelegter positiver Expertise von der ThEGA Investitionen in rentierliche Projekte untersagen.