Tipps für eine sichere Weihnachtsbeleuchtung

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Eine stimmungsvolle Beleuchtung macht das Weihnachtsfest erst richtig gemütlich – leider häufen sich gen Ende des Jahres auch die Unfälle und Wohnungsbrände, die auf fehlerhafte Lichterketten zurückzuführen sind. Damit der Lichterglanz sicher ist und lange Freude bereitet, können Sie schon bei Kauf und Installation einiges beachten. Wir haben folgende Tipps für Sie:

Gütesiegel als Qualitätsgarant

Auch wenn die Verlockung günstiger Preise groß ist: Bei der Neuanschaffung sollten Sie Billigware und windige Onlineshops meiden. Vor allem bei günstigen Produkte aus Asien findet vor dem Verkauf keine Sicherheitsprüfung statt – Schwelbrände durch überhitzte Kabel oder defekte Birnen können die Folge sein. Zu erkennen sind die minderwertigen Lichterketten an schlechten Isolierungen sowie blank liegenden oder zu dünnen Drähten.

Setzen Sie deshalb lieber auf geprüfte Qualität: Das CE-Siegel ist die Mindestanforderung, denn es kennzeichnet Produkte, die den europäischen Richtlinien entsprechen. Noch besser ist ein zusätzliches GS-Zeichen. Es steht für „Geprüfte Sicherheit“ und wird von unabhängigen Prüfunternehmen vergeben, die Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Menschen testen. Auf der Verpackung von Lichterketten sollten auch Hersteller und Importeur deutlich angeben sein. Vorsicht geboten ist bei nachträglich aufgebrachten CE-Aufklebern.

Eine weitere wichtige Kennzeichnung gibt Auskunft über die Verwendbarkeit im Freien. Kommt die Lichterkette mit Feuchtigkeit in Berührung, muss sie das Symbol „Quadrat mit Tropfen“ (regenwassergeschützt, Kennzeichnung IP43) oder „Dreieck mit Tropfen“, spritzwassergeschützt, Kennzeichnung IP44) tragen.

Installation und Verwendung

Möchten Sie die Weihnachtsbeleuchtung aus den Vorjahren erneut verwenden, nehmen Sie sich Zeit für eine gewissenhafte Untersuchung auf Beschädigungen wie Risse, Knicke und freiliegende Drähte. Achten Sie beim Ersetzen defekter Lämpchen außerdem auf die zugelassene Wattstärke der Birnen, denn ungeeignete Leuchtmittel können zu Überlastung und Hitzeentwicklung führen.

Auch die Steckdosen sollten nicht außer Acht gelassen werden, im Idealfall haben Sie eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung vorgeschaltet oder integriert. Spezielle Adapter, die zwischen Beleuchtung und Steckdose gesteckt werden, sind zur Aufrüstung im Handel erhältlich. Diese Schutzeinrichtung ist so wichtig, weil sie den Strom abschaltet, wenn unvorhergesehene Fehlerströme und Überlastungen auftreten. Im Innenbereich ist in allen Räumen mit Lichterketten ein Rauchwarnmelder Pflicht, der bei Feuer oder Rauchentwicklung rechtzeitig warnt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps weiterhelfen konnten und wünschen eine schöne und vor allem sichere Adventszeit!

Quellen: https://das-sichere-haus.de/fileadmin/user_data/Broschueren/Sichere-Produkte/DSH_Gefaehrliche_Produkte.pdf

https://www.elektro-plus.com/presse/tipps-fuer-eine-sichere-weihnachtsbeleuchtung

Veröffentlicht: 13.12.2017